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Regionalgruppe
 der IGSL-Hospiz e.V.
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Steinstr. 13-15, Boppard

Begleitung: zugewandtes Hinhören

Kranken beistehen, Sterbenden nahe sein, Angehörige stützen – Menschen im Abschied Begleitung anzubieten ist ohne Frage eine zentrales Anliegen hospizlichen Wirkens. Aus diesem Verständnis heraus gestaltet auch die Hospizgemeinschaft Mittelrhein ihre Arbeit: Wer einen schweren Abschied durchlebt, findet in der Hospizgemeinschaft ein Gegenüber, dass sich ihm zuwendet, das zuhört, das einfach da ist.

Unsere derzeit
20 Helferinnen und Helfer leisten Sterbebegleitung; in dunkler Zeit sind sie Schwerstkranken ebenso wie mit-betroffenen Angehörigen einfühlsame Gesprächspartner.

Auch in der Trauer – die durchaus nicht erst mit dem Abschied von einem nahestehenden Menschen beginnt – braucht niemand allein zu bleiben. Wenn die Trauer noch jung ist, darf man sich von individueller Trauerbegleitung mitgetragen wissen.



Gruppenangebote: die eigene Betroffenheit teilen

Mitteilen, was einen bewegt; die eigene Betroffenheit mit anderen Menschen teilen – manchmal spricht es sich leichter mit jemandem, der Ähnliches erleben musste. Die Hospizgemeinschaft Mittelrhein bietet Menschen einen Raum, um mit anderen ins Gespräch zu kommen. Derzeit richten sich zwei unterschiedliche Gruppen an Menschen, die einen persönlichen Verlust erlitten haben – welches Angebot das angemessene ist, hängt davon ab, zu welchen Punkt der Betroffene auf seinem Weg durch die Trauer gelangt ist.

Das monatliche Trauer-Café „Lichtblick“ – zu dem die Hospizgemeinschaft offen einlädt – gibt Gelegenheit zum Gedankenaustausch in geschützter Atmosphäre. Die Treffen lassen jederzeit Raum für Fragen und Gefühlsregungen – wer möchte, darf aber auch einfach bloß zuhören. „Moderiert“ wird das Lichtblick-Café von zwei ausgebildeten Trauerbegleitern.

Die Trauergruppe eigens für Menschen nach Partnerverlust kommt ebenfalls einmal im Monat zusammen, jedoch ist sie nach einigen Treffen zu einem geschlossenen Angebot geworden. Auch hier ist bloßes Zuhören ohne Wenn und Aber erlaubt – man darf sprechen, wenn man sprechen möchte, aber auch schweigen, wenn einem danach ist. Gleichwohl ermutigen zwei Gruppenleiter die Mitglieder, den eigenen Emotionen Raum zu geben.


Gemeinschaft erleben: Öffentliche Themenabende

Unsere Gruppe trägt den Hospiz-Gedanken nach Kräften weiter. Das öffentliche Werben für ein lebensnahes Verständnis von Abschied, Tod und Trauer reicht weit über regelmäßige Pressearbeit hinaus. Ihre ganz eigene Qualität entwickelt die Öffentlichkeitsarbeit für das Thema „Hospiz“ nicht zuletzt die monatlichen Themenabende der Hospizgemeinschaft.

Mancher Besucher findet den Weg dorthin, weil eine einzelne Ankündigung sein Interesse geweckt hat. Andere hegen merklich Sympathie für die Hospiz-Idee und schauen öfter vorbei. Nicht wenige sind mit den Jahren auch zu „Stammgästen“ geworden.
Wie dem auch sei: Jeder ist wichtig. Und jeder – wenn er es denn so möchte – gehört zur Hospizgemeinschaft. Und es gibt deutliche Fingerzeige dafür, dass die Atmosphäre der Veranstaltungen eben das transportiert.

Für den hospizliche Belange treten auch diejenigen ein, die eher aus einem losen Interesse heraus dabei sind. Wer sich mit Inhalten und Fragestellungen rund um „Hospiz“ befasst, trägt die damit verbunden Gedanken unweigerlich in die Gesellschaft hinein.

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