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Regionalgruppe
 der IGSL-Hospiz e.V.
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Steinstr. 13-15, Boppard

Werlauer Landfrauen: eine andere Sichtweise auf Abschiede und Verluste
Die Gruppe lädt zu einem Vortrag mit einer Referentin von der Hospizgemeinschaft ein
Die Werlauer Landfrauen laden alle Interessierten zu einem kostenfreien Themenabend am Dienstag, 22. November, um 19:30 ins Gasthaus „Zur Alten Weinstube“ in St. Goar-Werlau (Winzergasse 18) ein. Petra Liedtke von der Hospizgemeinschaft Mittelrhein möchte dann eine etwas andere Sichtweise auf die Abschiede und Verluste im Leben eröffnen.
Dabei soll es nicht bloß um den endgültigen Abschied von einem nahestehenden Menschen gehen, der verstirbt, erläutert die ausgebildete Sterbe- und Trauerbegleiterin. „Wir müssen im Laufe unseres Lebens mit vielen Verlusten umgehen“, erinnert Petra Liedtke. „Dazu können etwa der Verlust der Gesundheit, der körperlichen Beweglichkeit oder auch der unseres Gedächtnisses gehören, aber auch der Verlust einer gewohnten Lebensqualität, um nur einige zu nennen.“

Auch junge, ganz junge Menschen berühre das Thema, ergänzt die ehrenamtliche Hospizlerin. „Auch Kinder erleben Abschiede: Vielleicht stirbt `nur´ der Hamster, es kann aber auch sein, dass ein Kind den Opa oder ein Geschwisterkind verliert.“ Kindliche Trauer – aus welchem Anlass auch immer – sei ebenfalls ohne „Wenn und Aber“ ernst zunehmen. „Auch vermeintlich kleine Verluste können schwer wiegen“, unterstreicht Liedtke.
Mehr dazu erfährt man unter 06742/804543 – dem Hospiz-Telefon – oder per E-Mail: info@hospizgemeinschaft-mittelrhein.de.

Zum „Bopparder Bauernmarkt“ am Sonntag, 30. Oktober, wird in der Innenstadt erfahrungsgemäß wohl wieder reger Betrieb herrschen. Den herbstlichen Einkaufssonntag nutzt auch die Hospizgemeinschaft Mittelrhein, um – hoffentlich zahlreichen – spontanen Besuchern ihre Räumlichkeiten in der Bopparder Fußgängerzone zu zeigen.
Das Hospiz-Büro in der Steinstraße 13 – 15, normalerweise an fünf Werktagen besetzt, öffnet am verkaufsoffenen Sonntag also von 13 bis 18 Uhr. Menschen jeden Alters sind herzlich eingeladen, im „Zuhause“ der Hospizgemeinschaft vorbeizuschauen.
Wer mag, kann dort in der Leseecke schmökern, in der auch eine Kinderbücher-Kiste nicht fehlt. Und außerdem gibt’s eine Button-Maschine, mit der sich (nicht nur) Kinder ihre eigenen Anstecker basteln können.
Natürlich ist genügend Gelegenheit, mit aktiven „Hospizlern“ ins Gespräch zu kommen. Bei einem Tee oder Kaffee und einem Stück Kuchen plaudert es sich umso geselliger, weiß man in der Hospizgemeinschaft. Deshalb ist für das vielbeschworene leibliche Wohl gesorgt – und „zur Kasse gebeten“ wird dafür niemand!

Details gibt‘s unter 06742/804543 – dem Hospiz-Telefon – oder per E-Mail an info@hospizgemeinschaft-mittelrhein.de.

Orts- und Kirchengemeinde in Badenhard: Hand in Hand vor Ort
Erlös eines „doppelten“ Festes ging als Spende an die Hospizgemeinschaft Mittelrhein

Als die Ortsgemeinde Badenhard und die evangelische Kirchengemeinde Emmelshausen/Pfalzfeld vor einer Weile die Freigabe der neu ausgebauten Badenharder Ortsdurchfahrt und gleichzeitig das 100-jährige Jubiläum der örtlichen Kirche begingen, beließen sie es nicht bei Geselligkeit allein. Gemeinsam hatte man zuvor einen sozialen Zweck ins Auge gefasst, dem der Erlös des „doppelten“ Festes zufließen sollte. So durfte sich die Hospizgemeinschaft Mittelrhein nun über eine Spende von rund 622 Euro freuen.

Die unerwartet hohe Summe belegt das gute Miteinander von Orts- und Kirchengemeinde; und tatsächlich war – neben Vertretern von Kreisverwaltung, Verbandsgemeinde und Kirche – so ziemlich das ganze Dorf auf den Beinen. Einen Sonntag lang feierte man mit Musik, Vorträgen, buntem Rahmenprogramm und Festgottesdiensten die Dorfentwicklung.
„Eine Zuwendung an die Hospizgemeinschaft erschien da umso passender, weil die Gruppe für alle Menschen vor Ort da ist“, sind sich Gemeinderat und Presbyterium einig. In der Hospizgemeinschaft Mittelrhein begrüßt man diese Unterstützung sehr; die Hospizgemeinschaftsvorsitzende Irmgard Siemen dankt dem evangelischen Pfarrer Johannes Dübbelde und Bürgermeister Dirk Jost ebenso wie allen, die sich Hand in Hand für das Gelingen der Feierlichkeiten engagiert haben.
Dem gemeindlichen Wunsch entsprechend wird die Summe unmittelbar der Hospizarbeit zugute kommen. Im Hunsrück sind die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im gesamten Gebiet der Verbandsgemeinde Emmelshausen unterwegs, um schwerkranke Menschen und deren Angehörige zu begleiten.
Mehr zur Hospizgemeinschaft gibt`s unter Telefon 06742/804543 oder per E.Mail: info@hospizgemeinschaft-mittelrhein.de

Ehrenamt in der Hospizarbeit: Neuer Helferkurs in Emmelshausen
Noch einige freie Plätze in der Ausbildungsreihe der Hospizgemeinschaft Mittelrhein

Die Arbeit der Hospizgemeinschaft Mittelrhein „lebt“ vom Engagement der Begleiterinnen und Begleiter, wie die Hospizgemeinschaftsvorsitzende Irmgard Siemen vor dem Start des neuen Hospizhelfer-Kurses einmal mehr bekräftigt. Derzeit wirken in den Verbandsgemeinden Emmelshausen und St. Goar/Oberwesel sowie im Bopparder Stadtgebiet gut 20 Ehrenamtliche in der Sterbebegleitung. Sie stehen Schwerkranken zur Verfügung und unterstützen deren Angehörige.
Wer sich vorstellen könnte, die bisherige Helfergruppe zu verstärken, hat die Gelegenheit, an einem Hospiz-Kurs ab Herbst in Emmelshausen teilzunehmen. Bislang sind noch einige Plätze frei.
Die Ausbildung – eine Grundvoraussetzung für das Ehrenamt in der hospizlichen Begleitung – vermittelt auch praktische Fertigkeiten. Vor allem möchte sie aber die Selbstwahrnehmung der angehenden „Hospizler“ schärfen und ihnen Anstöße geben, eigene Lebenserfahrungen noch einmal zu betrachten.Erika Vogt - Michaela Herter-mod

Der Kurs teilt sich in drei Teile: den Grundkurs, ein Praktikum im Umfeld eines Pflegedienstes und den Aufbaukurs. Die Entscheidung, ob man sich letztlich dann in die Sterbebegleitung begibt, steht erst am Ende an. „Der Kursbesuch ist also eine Sache, die jeder und jede zunächst für sich selbst tut“, sagt Hospiz-Koordinatorin Erika Vogt.

Ihre Kollegin, die Hospizfachkraft Michaela Herter, zeigt sich überzeugt, dass die Helfer-Ausbildung in jedem Fall persönlichen Gewinn bringt. Auch sie ermutigt alle interessierten Menschen, sich näher mit dem Gedanken zu befassen.
Wer mehr über die Hospizarbeit und über die Kursinhalte erfahren möchte, den laden Erika Vogt und Michaela Herter herzlich zu einem unverbindlichen Informationsgespräch ein. Gesprächstermine können telefonisch unter 06742/804543 oder per E-Mail an info@hospizgemeinschaft-mittelrhein.de vereinbart werden.

Nachruf der Hospizgemeinschaft Hunsrück-Simmern e.V.

Hospizarbeit in größter Offenheit: Heinrich KewesPaßbild Heinrich
Die Hospizgemeinschaft Hunsrück-Simmern e.V. trauert um ihren Mitbegründer

Simmern. Mit Heinrich Kewes hat die Hospizarbeit in der Region einen „Motor“ verloren. Am letzten Augustsonntag verstarb der Mitbegründer der Hospizgemeinschaft Hunsrück-Simmern e.V. im Alter von 68 Jahren nach schwerer Krankheit.
Kewes war nicht bloß zehn Jahre lang ehrenamtlicher Vorsitzender der Hospizgemeinschaft; mit seiner Persönlichkeit stand er für vieles, was bis heute die Arbeit der Gruppe ausmacht.
Vor 14 Jahren begleitete Heinrich Kewes die Geburt einer Hospizgruppe, die seither für die Menschen auf dem Hunsrück da ist; für sich selbst hatte er den Hospizgedanken bereits wesentlich früher entdeckt.
Wohl auch aus seinem beruflichen Wirken in der Krankenhausseelsorge heraus wandte der Theologe sich Schwerstkranken, Sterbenden und Trauernden in ganz besonderer Weise zu. In dem Empfinden, dass es in manchen Situationen mehr braucht, als noch so engagiertes medizinisches Personal allein zu leisten vermag, führte der „Hospizler“ nahezu unzählige Gespräche an Krankenbetten.
Hospizliche Begleitung war dabei immer ein Angebot an alle, gleich welcher Religionszugehörigkeit oder Überzeugung. Der gläubige Katholik Heinrich Kewes vermochte jeden Menschen mit dessen jeweiligen Bedürfnissen anzunehmen. So machte er sich etwa dafür stark, dass muslimischen Mitbürgern hier eine Bestattung entsprechend ihrer konfessionellen Gebräuche möglich sein sollte.
Große Offenheit und aufrichtige Wertschätzung für das Gegenüber waren sicherlich prägend für Kewes`Ausstrahlung. Sie bewegte andere Menschen dazu, die überkonfessionelle Sterbe- und Trauerbegleitung in den vier Verbandsgemeinden um die Kreisstadt mitzutragen. Viele ließen sich begeistern und blieben als ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter.
Was als kleine Arbeitsgemeinschaft begonnen hatte wurde so alsbald zu einer aktiven Hospizgruppe und später zu einem eigenständigen Verein. Weggefährten bescheinigen Heinrich Kewes in seinem Engagement „Ausdauer und Beharrlichkeit im besten Sinne“.
Die Gemeinschaft mit inzwischen 50 aktiven Ehrenamtlichen und etwa 200 Mitgliedern konnte sich rund zehn Jahre nach Gründung durch hauptamtliche Fachkräfte verstärken – ein weiterer Meilenstein für die Hospizgemeinschaft, die seit jeher ehrenamtliches Tun mit durchaus fachlicher Qualität verbindet.
Mit eben diesem Anspruch widmete sich Heinrich Kewes der Ausbildung neuer Begleiterinnen und Begleiter: In Vorträgen und Seminaren reichte er die Hospiz-Idee auch außerhalb des Hunsrücks weiter.
Nicht zufällig schätzte man den Simmerner auch in der benachbarten Hospizgemeinschaft als qualifizierten Referenten und zugewandten Gesprächpartner. Wiederholt gestaltete er Hospizhelferkurse am Mittelrhein mit.
Die Hospizbewegung im gesamten Landkreis verabschiedet sich von einem Initiator, der „Hospiz“ als eine Grundhaltung des Miteinanders gelebt hat. Die Hospizgemeinschaft Hunsrück-Simmern e.V. trauert aufrichtig um ein Gründungsmitglied, dem es am wichtigsten war, bewusst bei den Menschen zu sein.

Traditionelle „Hutsammlung“: Hilfe in schweren Situationen
St. Johannes-Nachbarschaft Bad Salzig spendet unter anderem der Hospizgemeinschaft
Die organisierten „Nachbarschaften“ könnte man wohl die älteste Form der Sozialversicherung nennen: Im unmittelbaren Umfeld leisten sie Hilfe für Menschen in schweren Situationen. Meist setzen sich die Mitglieder einer Nachbarschaft dazu selbst tatkräftig ein.
Überdies unterstützen Nachbarschaften immer wieder andere soziale Initiativen. So bedachte die Bad Salziger St. Johannes-Nachbarschaft kürzlich die örtliche Bürgerhilfe „Mit Herz und Hand“ sowie die Hospizgemeinschaft Mittelrhein mit jeweils 150 Euro.
Das Geld stammt aus der traditionellen „Hutsammlung“ beim geselligen Ausklang der Nachbartage. Anlässlich dieser Jahreshauptversammlung öffneten an die 60 anwesende Mitglieder ihre Geldbörse für die gute Sache.
Den Nachbarschaftsmitgliedern hatte ein Vortrag über die Hospizbewegung den Anstoß für die Zuwendung an die Hospizgemeinschaft Mittelrhein gegeben. Zugleich spiegelt sich darin ein gemeinsames Anliegen wider: Eine Hauptaufgabe der St. Johannes-Nachbarschaft ist es bis heute, Verstorbenen das letzte Geleit zu geben.
Die Hospizgemeinschaft wiederum möchte zu einem menschlichen Umgang mit Abschied und Trauer beitragen. Die Hospizgemeinschafts-Vorsitzende Irmgard Siemen dankt der Bad Salziger Nachbarschaft aufrichtig für die finanzielle Unterstützung; die Spendensumme wird unmittelbar der Hospizarbeit am Mittelrhein und auf dem Vorderhunsrück zugute kommen.
Beigefügte Fotos zeigen (von links): Hospiz-Koordinatorin Erika Vogt, Rainer Bock von der St. Johannes-Nachbarschaft sowie die Hospizfachkraft Michaela Herter.

Erika Vogt - Rainer Bock - Michaela HerterErika Vogt - Rainer Bock - Michaela Herter (II)

Derzeit ist die Hospizgemeinschaft Mittelrhein verstärkt in der Ausbildung neuer Begleiterinnen und Begleiter aktiv – ein Engagement, das die St. Johannes-Nachbarschaft ebenfalls sehr schätzt. Diese zählt zwar noch immerhin 220 Nachbarn; gleichwohl wissen die langjährigen Mitglieder, wie wichtig es ist, auch jüngere Leute für die Mithilfe zu gewinnen. Mehr zur Hospizgemeinschaft gibt`s unter Telefon 06742/804543 oder per E.Mail: info@hospizgemeinschaft-mittelrhein.de.

„Die gute Tat“: Spendenaktion zugunsten der Hospizarbeit im Landkreis
Sparkasse verteilt den Erlös ihres Gesundheitstages an die beiden Hospizgruppen

Mit einer Spende von 2.000 Euro fördert die Kreissparkasse Rhein-Hunsrück die Hospizarbeit vor Ort. Die Summe kam beim Gesundheitstag für Sparkassenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter und ihre Familien zusammen. Auf Vorschlag des Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, Klaus Wende, geht das Geld zu gleichen Teilen an die beiden Hospizgruppen im Landkreis.
Achim Kraemer, Personalleiter der Sparkasse, und Michaela Liesch-Klöckner als Vertreterin des Personalrats beließen es nicht bei der üblichen Scheckübergabe: Sie nutzten das Treffen zu einem ausgiebigen Gespräch mit Antje Henschel und Ilga Gumm von der Hospizgemeinschaft Hunsrück-Simmern e.V. sowie Michaela Herter und Erika Vogt von der Hospizgemeinschaft Mittelrhein, einer Regionalgruppe der Internationalen Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand.
Spendenübergabe Sparkasse-mod

Foto zeigt (von links):
- Achim Kraemer (Personalleiter der Kreissparkasse Rhein-Hunsrück)
- Ilga Gumm und Antje Henschel (Hospizgemeinschaft Hunsrück-Simmern e.V.)
- Michaela Herter und Erika Vogt (Hospizgemeinschaft Mittelrhein)
- Michaela Liesch-Klöckner (Personalrat der Kreissparkasse Rhein-Hunsrück)

Der Gesundheitstag zum Auftakt eines noch bedarfsgerechteren Gesundheitsmanagements sei eine Premiere gewesen erläuterte Achim Kraemer. Es gehe darum ein Auge dafür zu haben, dass die Mitarbeitenden etwas für sich tun. „Das Gute, das wir uns selbst tun können, sollte zugleich Auswirkungen für andere haben“, so Kraemer weiter. „Die gute Tat“ lautet das Motto hierfür.
Aus dieser Idee heraus standen beim Gesundheitstag in der Hunsrückhalle Ergometer, auf denen die Besucher in die Pedale traten. Für jeden „gefahrenen“ Kilometer wollte die Sparkasse zehn Euro in den Spendentopf tun – am Ende standen gut 150 Kilometer auf dem Zähler.
Offenbar legte sich Michaela Liesch-Klöckner selbst gehörig ins Zeug. „Obwohl sich die Strecke auf viele Kollegen verteilte, war es doch anstrengender, als ich gedacht hatte“, räumte die Personalrätin ein. Wohl auch wegen des großen uneigennützigen Engagements der Mitarbeiterschaft beschloss man seitens der Sparkasse, die Spendensumme zu erhöhen und jeder Hospizgemeinschaft einen runden Betrag zukommen zu lassen.
Die vier hauptamtlichen Hospiz-Fachkräfte betonten einhellig, wie wichtig solche Zuwendungen für die ambulante Sterbe- und Trauerbegleitung sind: Seit sich die Gruppen nach nahezu zehn Jahren rein ehrenamtlicher Arbeit durch hauptamtliche Kräfte verstärken konnten, gebe es zwar finanzielle Zuschüsse der Krankenkassen. Die Bedeutung der Mitgliedsbeiträge und eben von Spenden bleibe gleichwohl ungeschmälert.
Die beiden Sparkassenvertreter bekamen auch einen Eindruck davon, welche Wegstrecken die Hospizler für „ihre“ gute Sache zurücklegen. „Wir begleiten sterbenskranke Menschen und ihre Angehörigen dort, wo sie zuhause sind: in ihren eigenen vier Wänden, aber eben auch im Seniorenheim“, erklärten die Hospiz-Vertreterinnen.
In den vier Verbandsgemeinden rund um die Kreisstadt sind dafür rund 35 Ehrenamtliche der Hospizgemeinschaft Hunsrück-Simmern unterwegs. In den drei Verbandsgemeinden an der Rheinschleife und im Vorderhunsrück engagieren sich gut 25 Freiwillige aus der Hospizgemeinschaft Mittelrhein.
Details gibt`s bei der Hospizgemeinschaft Hunsrück-Simmern e.V. (Telefon: 06761/915721; E-Mail: hospiz-hunsrueck@t-online.de) und der Hospigemeinschaft Mittelrhein (Telefon: 06742/804543; E-Mail: info@hospizgemeinschaft-mittelrhein.de).

Gemischtes Doppel: die Hauptamtlichen der Hospizgemeinschaft Mittelrhein
Die neue Koordinatorin Erika Vogt und ihre Kollegin Michaela Herter ergänzen sich
Zum großen Bedauern aller in der Hospizgemeinschaft Mittelrhein verabschiedete sich deren Koordinatorin kürzlich Richtung Koblenz. Dort, in Wohnortnähe, hatte Sabine Halter eine neue spannende Stelle gefunden.

Um die passende Nachfolge brauchte man sich zum Glück nicht lange zu sorgen: Als neue Hospiz-Koordinatorin konnte kurzfristig Erika Vogt gewonnen werden. Die 51-Jährige aus der Verbandsgemeinde Emmelshausen hat inzwischen den „Stab“ von ihrer Vorgängerin übernommen.
Erika Vogt - Michaela Herter-mod
„Schon die ersten Wochen zeigen, dass wir wieder ein `komplettes´ hauptamtliches Team beisammen haben“, beschreibt die Hospizgemeinschaftsvorsitzende Irmgard Siemen die junge Zusammenarbeit zwischen der neuen Mitarbeiterin und ihrer dienstälteren Kollegin, der Hospizfachkraft Michaela Herter. Irmgard Siemen unterstreicht, dass die Sozialarbeiterin Vogt und die Krankenschwester Herter einander nicht bloß in fachlicher Hinsicht perfekt ergänzen.

Tatsächlich scheint es beinahe, als habe Erika Vogt auf ein Engagement in einer Gruppe hingearbeitet, die weitestgehend von Ehrenamtlichkeit getragen ist – die „Neue“ in der Hospizgemeinschaft war zuletzt unter anderem in der Begleitung einer ehrenamtlichen Gruppe im Bereich der Seniorenarbeit tätig.
Auch die ambulante Arbeit ist für Erika Vogt kein Novum: Ein zweites Standbein war für sie bislang die Unterstützung und Betreuung pflegebedürftiger Menschen in deren eigenem Zuhause.

 Einen Perspektivwechsel erkennt die Neu-Hospizlerin dabei schon: „Im Kontakt mit schwerstkranken Menschen und ihren Angehörigen schaue ich nun, wer von unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern dort Entlastung bringen könnte.“

Das ist indes bloß ein Aspekt der Hospizarbeit am Mittelrhein und im Vorderhunsrück. Mit Erika Vogt und Michaela Herter bietet die Hospizgemeinschaft Mittelrhein umfassende Beratung an. So kann beispielsweise die persönliche Lebenssituation in den Blick genommen werden. Aber auch die Möglichkeiten in der Umsetzung moderner Schmerztherapie können ein Beratungsthema sein.

Darüber hinaus steht das Duo Vogt/Herter Menschen mit Interesse an Hospiz-Themen als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Dazu teilen sie sich die täglichen Sprechzeiten im Bopparder Hospizbüro (Steinstraße 13 – 15) mit mehreren Ehrenamtlichen.
Zudem kommen Erika Vogt und Michaela Herter gerne für Gespräche oder Vorträge vor Ort. Mögliche Themen sind etwa die Trauerkultur in Pflegeeinrichtungen, die Vorsorgedokumente oder die Hospizbewegung im Allgemeinen.
Mehr gibt´s unter 06742/804543 – dem Hospiz-Telefon – oder per E-Mail: info@hospizgemeinschaft-mittelrhein.de

Hospiz-Themenabend zu „Flüssigkeitsbedarf im Alter“
Hospizgemeinschaft Mittelrhein lädt zu saisongerechtem Vortrag ein

Der anstehende Hospiz-Themenabend am Dienstag, 19. April, um 19 Uhr im Bopparder Gemeindezentrum St. Michael nimmt einen vielzitierten Satz in den Blick: Die Maßgabe, dass man täglich zwei bis drei Liter trinken solle, kennt wohl jeder. Die Hospizgemeinschaft lädt dazu ein, den „Flüssigkeitsbedarf im Alter“ mithilfe eines qualifizierten Vortrags genauer zu erfassen.
Referieren wird Ingbert Ochs, Leiter des gleichnamigen Pflegedienstes. Seit ihren Anfängen hat er der Hospizgemeinschaft immer wieder punktuell inhaltliche Unterstützung angeboten. Diesmal stellt er sein Expertenwissen auch der Jahreszeit entsprechend zur Verfügung.
Jetzt, da die ersten warmen Tage schon die heißen Monate ankündigen, mahnt der Referent umso deutlicher, dass es pflegebedürftige Menschen vor Austrocknung zu schützen gelte: „Die sommerliche Hitze macht vor allem älteren Menschen zu schaffen“, weiß er. „Weil das Durstempfinden im Alter nachlässt, denken viele nicht daran, regelmäßig zu trinken.“
Um die Gefahr eines akuten Flüssigkeitsmangels – der Dehydration – weiß man auch in der hospizlichen Begleitung. Die Folgen machen schwerkranken Menschen gleichermaßen zu schaffen, wie die Hospizfachkraft Michaela Herter betont. Die gelernte Krankenschwester nennt Unruhe, Verwirrtheit, Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Bewusstlosigkeit und sogar Organversagen als mögliche Szenarien.
Der öffentliche Vortrag in der Rheinallee 22 wird nützliche Handreichungen geben, wie sich dem Verlust von Flüssigkeit rechtzeitig und nachhaltig entgegenwirken lässt – dazu gehören Ernährungstipps, die über die – gleichwohl unerlässliche – Getränkezufuhr hinausgehen.
Die Hospizgemeinschaft Mittelrhein freut sich auf hoffentlich zahlreiches Publikum und verspricht wie üblich ausgiebige Gelegenheit zum Gespräch mit den anwesenden Fachleuten.
Mehr gibt‘s unter 06742/804543 – dem Hospiz-Telefon – oder per E-Mail an info@hospizgemeinschaft-mittelrhein.de.

„Boppard blüht auf“: Ein Kaffee im Stehen, „Lesestoff to go“ und Clownerie Hospizbüro
Etliche Menschen besuchten die Hospizgemeinschaft Mittelrhein am Einkaufssonntag

Den Einkaufssonntag unter dem Motto „Boppard blüht auf“ nutzte in diesem Jahr erstmals auch die Hospizgemeinschaft Mittelrhein für einen Tag der offenen Tür. Einen gemütlichen, auch etwas geselligen Nachmittag rund ums Hospiz-Büro – viel mehr hatten die „Hospizler“ sich eigentlich nicht erhofft.
Die Erwartungen wurden weit übertroffen: Etliche Menschen nahmen die allgemeine Einladung an, auf einen Kaffee und ein Gespräch in der Steinstraße 13 vorbeizuschauen. Dazu glühten die Waffeleisen: Ehrenamtliche Hospizhelferinnen – allesamt offenbar passionierte Bäckerinnen – rührten letztendlich handgezählte 70 Eier in den Teig.
Riesiger Beliebtheit erfreute sich – neben dem Kaffee im Stehen – auch der angebotene „Lesestoff to go“. Als kleines Extra hatte die Hospizgemeinschaft einen Stand mit Büchern bestückt, die von den Besuchern mitgenommen werden durften. Viele steckten dafür gerne ein paar Münzen in eine bereitstehende Spendendose.
„Rund 500 Euro kamen durch die Großzügigkeit der Besucher zusammen“, freut sich die Hospizgemeinschafts-Vorsitzende Irmgard Siemen. „Der unerwartet hohe Erlös wird unmittelbar unserer Arbeit in der Stadt Boppard sowie in den Verbandsgemeinden Emmelshausen und St. Goar-Oberwesel zugutekommen.“
Eine besondere Überraschung am Tag der offenen Tür war der Auftritt von „Babbeo“, der den größten Teil des Nachmittags begleitete. Der Clown, dessen Name im Italienischen „Tollpatsch“ bedeutet, zeigte sich indes eher als stiller, vorsichtiger Clown. Zwar geht er auf Menschen zu; in der nächsten Sekunde weicht er aber selbst einen Schritt zurück, wenn das Gegenüber verhalten reagiert.

„Kinder gehen meist unvoreingenommener mit dem Clown um“, weiß Babbeo alias Helmut Thielen, ehrenamtlicher Sterbe- und Trauerbegleiter in der Hospizgemeinschaft. „Erwachsenen, insbesondere jenen, die nicht in Begleitung von Kindern sind, fällt es eher schwer, die bunten Luftballons aufzufangen, die Babbeo ihnen zuwirft.“
Wer sich an dem Hospiz-Nachmittag aber darauf einließ, konnte die Welt einmal mit anderen Augen erkunden: Die Menschen, denen er begegnet, und die Dinge, die er sieht, zu spiegeln, das gehöre zum „Handwerk“ des Clowns, beschreibt Helmut „Babbeo“ Thielen.
“Und die Kunstfigur gibt mir wie auch den Zuschauern Gelegenheit, für einen Moment in etwas Kindliches einzutauchen“, Thielen weiter. „Plötzlich hat die Welt in einer kleinen Seifenblase Platz.“
Mehr gibt‘s unter 06742/804543 – dem Hospiz-Telefon – oder per E-Mail an info@hospizgemeinschaft-mittelrhein.de.

Die Entwicklung der Hospizgemeinschaft Mittelrhein verfolgt
Lions Rheingoldstraße spenden 1.300 Euro für die ehrenamtliche Hospizarbeit

Die Hospizgemeinschaft Mittelrhein dankt dem Lions Club Rheingoldstraße e.V. für eine Spende über 1.300 Euro. Zusammengekommen war die Summe im vergangenen Jahr bei der Präsidentenfeier von Hubertus Jäckel. Der Oberweseler Architekt hat zwischenzeitlich den „Stab“ turnusgemäß an Dr. Detlef Waldenburger weitergereicht.
Schon während seiner Lions-Präsidentschaft hatte Jäckel die Verbundenheit des Clubs mit der Hospizgemeinschaft betont: „Das Engagement der Sterbe- und Trauerbegleiter ist uns wichtig; wir begleiten es seit Längerem.“
Tatsächlich erfuhr die organisierte Hospizarbeit an der Rheinschleife und im Vorderhunsrück seit ihren Anfängen Unterstützung durch die Lions, weiß Irmgard Siemen, Mitbegründerin der Hospizgemeinschaft und heute deren ehrenamtliche Vorsitzende. „Langjährige Partner wie der Lions Club Rheingoldstraße haben die über zehnjährige Entwicklung unserer Gruppe maßgeblich mitgetragen“, so Siemen weiter.
Irmgard Siemen - Hubertus Jäckel-mod
Dass er diese Entwicklung verfolgt hat, lässt Hubertus Jäckel durchblicken, indem er die noch recht „junge“ hauptamtliche Verstärkung innerhalb der Hospizgemeinschaft Mittelrhein einen „großen Schritt“ nennt, der beispielsweise regelmäßige Erreichbarkeit gewährleiste.

Verbindliche Ansprechpersonen seien nicht allein im Sinne der begleiteten Menschen, ergänzt Irmgard Siemen. „Sie helfen auch, dass die Ehrenamtlichkeit – auch künftig ein grundlegender Wesenszug unserer Arbeit – weiter gedeiht. Zuletzt konnten wir uns noch stärker auf die Ausbildung neuer Hospizhelfer konzentrieren, auf die mentale Begleitung der Freiwilligen oder auf die gezielte Koordination der oft sehr kurzfristig anstehenden Einsätze.“

Entsprechend umreißt Irmgard Siemen den Verwendungszweck dem die Spende nun zufließen wird: „Sie dient dazu, eine Ehrenamtlichkeit zu finanzieren, die doch mit professionellem Anspruch geleistet wird.“

 

Näheres gibt`s unter 06742/804543 – dem Hospiz-Telefon – oder per E-Mail: info@hospizgemeinschaft-mittelrhein.de.

Das Vokalensemble Mittelrhein gab sein jüngstes Benefiz-Konzert zugunsten der Hospizgemeinschaft Mittelrhein. „Uns ist es wichtig, mindestens einmal im Jahr mit unserem Gesang eine gute Sache zu unterstützen“, so Chorleiter und Vorsitzender Winfried Kahl. „Neben überregionalen oder länderübergreifenden bzw. globalen Organisationen liegen uns natürlich lokale Projekte auch sehr am Herzen.“

Die evangelische Christuskirche in Boppard war gut besetzt, nur wenige Stühle blieben frei, und so freute sich Claudia Kahl, Chorsängerin und Solistin, rund 200 Zuhörer begrüßen zu können: „Schön, dass sie unser Anliegen, der Hospizgemeinschaft helfen zu wollen, mit ihrer Anwesenheit und Ihren Spenden unterstützen.“
Die Zuhörer erlebten ein stimmungsvolles Konzert, das mit einem geistlichen Teil begann. Mit „Lord of the dance“ zum Beispiel wurde die Lebensgeschichte Jesu in einer munteren Melodie erzählt, und auch die vorgetragenen Gospels gefielen durch jubelnden oder feierlichen Rhythmus sichtlich.Benefizkonzert-mod1
Es schien, als habe das Vokalensemble sein Programm am sozialen Anliegen ausgerichtet: In dem besinnlichen Spiritual „His eye is on the sparrow“ geht es darum, dass Gott auch über die Kleinsten, Ärmsten und Schwächsten wacht.

Zu Beginn hatte Claudia Kahl die Zuhörer wissen lassen, dass – auch bei einem Kirchenkonzert – Beifall erlaubt und willkommen sei. Dieser Ermunterung hätte es wohl nicht bedurft, so bewegt wie sich das Publikum von Claudia Kahls Solo-Einlage zeigte. Lauten Applaus erntete auch das „Hallelujah“, eine Popballade im Original von Leonard Cohen, hier zweistimmig dargeboten von Claudia Kahl und Gaby Moskopp.

Mystisch erklangen dann Männerstimmen von der Orgelempore, als die dem Chor angegliederte Gregorianik-Schola zum advent-weihnachtlichen Teil des Konzertes überleitete. Der gesamte Chor sang noch einen gregorianischen Choral, bevor er bekannte, aber auch weniger bekannte Advent- und Weihnachtslieder vortrug.
Zu der vorweihnachtlichen Atmosphäre – verstärkt durch besinnliche Texte, die Claudia Kahl immer wieder einfließen ließ,– tat die Akustik in der Christuskirche ihr Übriges. „Selbst als Laie entging mir nicht, wie gut der 50-köpfige Chor sein musikalisches Können und seine Vielfalt zur Geltung brachte“, resümiert Michaela Herter von der Hospizgemeinschaft.

Ähnlich beeindruckt zeigten sich etliche Zuhörer. Und vielleicht taten sie deshalb gerne etwas in die Spendendose: „Letztendlich summiert sich der Konzerterlös auf 1.278,10 Euro – und das bei freiem Eintritt!“, berichtet Irmgard Siemen.

„Das Ergebnis in Zahlen ist natürlich überaus erfreulich“, bedankt sich die Hospizgemeinschafts-Vorsitzende bei den Künstlern. „Ein großer Gewinn für uns ist aber auch die Zusammenarbeit mit dem Vokalensemble Mittelrhein.“ Schon in der Vorbereitung habe der Chor gezeigt, wie sehr er Ehrenamtlichkeit mit Professionalität verbindet.

- Details zum Vokalensemble Mittelrhein gibt`s unter www.vokalensemble-mittelrhein.de.-

Pflegende Angehörige: Fragen zu Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung
Veranstaltung der Oberweseler Selbsthilfegruppe greift das Thema erneut auf

Die meisten Menschen möchten den letzten Lebensabschnitt selbst gestalten. Wenn Entscheidungsfähigkeit nicht mehr gegeben ist, kann der eigene Wille dennoch Richtschnur aller Entscheidungen bleiben. Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung sind persönliche Willenserklärungen für ein selbstbestimmtes Leben bis zuletzt.
Die Oberweseler Selbsthilfegruppe „Pflegende Angehörige“ hat das Thema mehrfach aufgegriffen; nun steht es erneut auf der Tagesordnung. Irmgard Siemen und Michaela Herter von der Hospizgemeinschaft Mittelrhein besprechen am Donnerstag, 24. Juni, um 20 Uhr im „Kleinen Saal“ des katholischen Jugendheims Oberwesel gezielte Fragen.
Die Hospizgemeinschafts-Vorsitzende Irmgard Siemen weiß, wie komplex das Ausfüllen der Vorsorgedokumente mitunter ist. „Gerade wer sich eingehend damit befasst, erkennt meist, dass sich auch beim zweiten oder dritten Durchgehen der Vordrucke neue Blickwinkel ergeben können“, resümiert sie Erfahrungen aus früheren Info-Veranstaltungen. „Damit man sich mit dem letztlich Niedergeschriebenen wohl und sicher zu fühlt, kann es hilfreich sein, sich Antworten auf Detailfragen zu holen.“
Details gibt`s im Hospiz-Büro (Telefon 06742/804543) oder bei Elisabeth Karbach (Telefon 06744/8330).

Hospizgemeinschaft Mittelrhein: „Texte, so verschieden wie die Menschen“
Referentin stellt Literatur vor, die am Krankenbett gelesen werden kann

„Wie gelingt es, dass die Worte und Inhalte den Menschen erreichen, dem wir etwas vorlesen?“, formuliert Ingrid Schapal eine Leitfrage des nächsten Hospiz-Themenabends in Boppard. „Wenn ich einem Kranken vorlese, ist wichtig, für wen ich das tue“, nimmt sie eine Antwort vorweg, die sie am Dienstag, 15. Juni, um 19 Uhr im Gemeindezentrum St. Michael aber präzisieren möchte.
Den Zuhörern verspricht sie „Texte, die so verschieden sind, wie die Menschen“. Ingrid Schapal hat eine breite Literaturauswahl getroffen, sortiert in Rubriken wie „Kurze Geschichten für jeden Tag“, „Fragen des Lebens“ oder „Klassische Literatur“. Manches – etwa „Humorvolle Texte“ – mag angesichts des Themas überraschen.
„Tatsächlich gibt es auch in schweren Lebensphasen heitere Momente und heitere Begegnungen“, betont Schapal. „Dann kann man durchaus zu humorvollen – nicht platten! – Texten greifen.“ Sie selbst habe in ihrem Leben Erfahrungen gemacht, die sie auch in ihren Vortrag einfließen lassen möchte, lässt die 65-Jährige eine persönliche Note anklingen.
Damit unterstreicht Ingrid Schapal zugleich ein Anliegen der Hospizgemeinschaft Mittelrhein: „Auch diesmal freuen wir uns auf eine Veranstaltung, die spürbar mitten im Leben steht“, bekräftigt die Hospizgemeinschafts-Vorsitzende Irmgard Siemen die öffentliche Einladung.
Ingrid Schapal nimmt denn auch eine Perspektive ein, die eben das Leben als Ganzes erfasst: „Wenn wir jemandem etwas vorlesen, wecken wir Kindheitserinnerungen; die Stimme kann beruhigend wirken. Wenn Vertrautes vorgelesen oder erzählt wird, entstehen Zweisamkeit und Nähe zwischen Vorleser und Zuhörer“, fasst sie Wirkungen des Vorlesens zusammen.
„Für manche Menschen mögen am Ende des Lebens vielleicht christliche Texte an Bedeutung gewinnen“, resümiert Ingrid Schapal Beobachtungen aus ihrer Tätigkeit als Sterbebegleiterin. Nicht allein bei religiöser Literatur gehe es darum, auf die Wünsche und Bedürfnisse des Gegenübers einzugehen, also für den anderen etwas zu lesen, das „ihm wert war oder wert ist“.
Gleichwohl sollen die Besucher des Themenabends Gelegenheit haben, vielleicht das eine oder andere Buch für sich selbst zu entdecken. Die Hospizgemeinschaft Mittelrhein hat deshalb den „Bopparder Buchladen“ als Kooperationspartner gewonnen: Die Buchhandlung von Dagmar Reitz wird Ansichtsexemplare bereitstellen. So kann man vorgestellte Bücher nach dem Vortrag in Ruhe zur Hand nehmen und, wenn man möchte, kurzentschlossen bestellen.
Details gibt`s unter 06742/804543 – dem Hospiz-Telefon – oder per E-Mail: info@hospizgemeinschaft-mittelrhein.de.

Normale Vorsicht, aber keine Angst vor MRSA im häuslichen Bereich
Hygieneinspektorin sprach beim Themenabend der Hospizgemeinschaft Mittelrhein

Für einen Themenabend über „MRSA im häuslichen Bereich“ hatte die Hospizgemeinschaft Mittelrhein eine fachkundige Referentin gewinnen können: Hygieneinspektorin Ruth Herrmann besprach Wissenswertes zum sogenannten „Krankenhauskeim“, der eben durchaus auch in den privaten vier Wänden vorkommt.
Die Mitarbeiterin des Simmerner Gesundheitsamtes möchte sachlich darüber aufklären, was man im Hinblick auf eine mögliche MRSA-Infektion tun muss oder sollte. Dabei betonte Herrmann immer auch, welche Maßnahmen nicht notwendig sind – ihr erklärtes Anliegen ist es, Ängste zu nehmen.
Gefährdet sei ein recht eng abgesteckter Personenkreis, so Ruth Herrmann. „Anfälliger sind kranke Menschen, Patienten die geschwächt sind oder die viele Antibiotika nehmen. Sie müssen sich gezielt schützen.“
Bei einer MRSA-Infektion empfiehlt sie das Gespräch mit dem Hausarzt. Er entscheide in Anbetracht der jeweiligen Gegebenheiten, ob man den betroffenen Patienten „saniert“, also je nach Besiedlung den Keim durch entsprechende Nasensalbe, Gurgellösungen und antiseptische Bäder beseitigt.
„Das Ansteckungsrisiko für Angehörige ist nicht sehr hoch“, unterscheidet Ruth Herrmann. Zwar könne es durch enge Körperkontakte zu einer Besiedlung von Familienangehörigen kommen – für gesunde Personen stelle dies jedoch kein Risiko dar. „Es ist nachgewiesen, dass MRSA vom Keimspektrum, welches normalerweise im Haushalt vorkommt, verdrängt wird“, weiß die Referentin.
„Gefährdet sind Personen mit offenen Wunden, dialysepflichtige Familienangehörige und stark immunsupprimierte Personengruppen, beispielsweise krebskranke oder organtransplantierte Menschen“, erläutert Ruth Herrmann Ausnahmen. „Engen Kontakt mit dem Betroffenen sollten sie folglich meiden.“Ruth Herrmann1
Eine „Vermummung“ mit Mundschutz, Einmal-Handschuhen oder Schutzkittel hält die Hygieneinspektorin indes für nicht notwendig. Beispielsweise ein häuslicher Pflegedienst greift dennoch darauf zurück: „Die Schutzkleidung des Pflegepersonals ist eine Schutzmaßnahme, um das Risiko einer Übertragung auf andere Patienten – die ja anschließend besucht werden – zu verringern“, löst Herrmann den scheinbaren Widerspruch auf.
Die weitaus meisten Übertragungen fänden übrigens durchs Händeschütteln statt. Und hier gibt Ruth Herrmann einen Rat, den man auch zu Grippe-Zeiten immer wieder hört: „Gründlich die Hände waschen!“ Sollten dennoch Unsicherheiten aufkommen, sei auch das zuständige Gesundheitsamt ansprechbar.
Mehr zum Thema gibt `s bei:
- Ruth Herrmann (Gesundheitsamt Simmern), Telefon 06761/82702, E-Mail: ruth.herrmann@rheinhunsrueck.de
- Michaela Herter (Hospizgemeinschaft Mittelrhein), Telefon 06742/804543, E-Mail: info@hospizgemeinschaft-mittelrhein.de

Hospizgemeinschaft Mittelrhein: „Märchen mit Hoffnungsschimmer“
Erzählerin möchte erwachsenem Publikum Märchen der Welt näherbringen

„Manchmal bin ich selbst erstaunt, was ein erzähltes Märchen in einem Menschen auslösen kann“, sagt Dorothea Schmitt. Eben das möchte sie das Publikum beim anstehenden Hospiz-Themenabend in Boppard nachempfinden lassen. Am Dienstag, 18. Mai, um 19 Uhr lädt die Hospizgemeinschaft Mittelrhein alle dazu ein, im Gemeindezentrum St. Michael mehr über den Stellenwert von Märchen in der Hospizarbeit zu erfahren.
Dorothea Schmitt verspricht „Märchen mit Hoffnungsschimmer“, die zur Kommunikationsbrücke werden können: „Durch Märchen kommt man mit Erwachsenen leicht ins Gespräch über das Leben, über die Bedeutungen im eigenen Leben. Märchen schaffen Anknüpfungspunkte, um begonnene Gesprächsfäden aufzunehmen“, resümiert Schmitt Erfahrungen als – tatsächlich – Märchenerzählerin.
Zudem erlebt sie Märchen als Medium der Entspannung: Den Erzählungen zu lauschen, könne Stress ein wenig lindern. Diesen Entspannungseffekt weiß Dorothea Schmitt zu verstärken. Die überlagernden Schwingungen von zwei, vielleicht drei nacheinander angeschlagenen Klangschalen erlebt sie als beinahe unwiderstehlich.
Kaum ein Mensch könne sich der Wirkung entziehen, weiß ausgebildete Klangschalen-Therapeutin. Unter dem Eindruck der Klangschalen flössen Gedankenbilder geradezu von alleine – gerade dies entspreche dem Charakter von Märchen. „Im Märchen ist der Einzelne mit seinen Gefühlen und Empfindungen sehr wichtig“, beschreibt Dorothea Schmitt. „Und Märchen erzählen zumeist einen Weg, der den Menschen verwandelt.“
Ihren Vortrag im Bopparder Gemeindezentrum möchte die Erzählerin eher kurz halten; lieber nimmt sie sich die Zeit, Märchen aus unterschiedlichen Kulturkreisen aus aller Welt zu Gehör zu bringen. Klangschalen-Zwischenspiele wiederum werden die gelesenen Passagen flankieren.
Details gibt`s unter 06742/804543 – dem Hospiz-Telefon – oder per E-Mail: info@hospizgemeinschaft-mittelrhein.de.

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